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Neidlose Bekenntnisse eines Abstinenten
Tjaja, das iphone. Lange wurde es angekündigt, die einen zweifelten an seinem Erfolg, die anderen waren fest davon überzeugt. Und jetzt, ca. ein Jahr nach seiner Veröffentlichung, ist es immer noch praktisch konkurrenzlos. Nicht nur das beste Bedienkonzept, sondern tatsächlich das einzig vernünftige. Grösstes Display, bester Touchscreen. Plus den Apple-Suchtfaktor…
Selber habe ich eine irrationale, aber langanhaltende Abneigung gegen Apple, auf die ich hier nicht weiter eingehen will, denn sie tut nichts zur Sache, und wer weiss, vielleicht werde ich sie mal überwinden… Habe das iphone erst einmal in der Hand gehabt, aber die Bedienung fühlt sich einfach fantastisch an, und alles sieht super aus. Sehr rund, sehr überzeugend.
Was man sich angesichts des ungeheuren Erfolges des einzigen Smartphone, das Spass macht, fragt: Warum hat die Konkurrenz derartige Schwierigkeiten, das Konzept einfach zu kopieren und etwas vergleichbares auf den Markt zu bringen? Versuche wie das Qbowl von Samsung oder die verschiedenen HTC-Geräte blieben immer halbherzig und patzten in der wichtigsten Disziplin, der Bedienung. Die Bildschirme sind oft zu klein, der Touchscreen reagiert zu träge…
Es gibt wahrscheinlich nur eine wirkliche Erklärung: Apple ist seiner Zeit tatsächlich voraus, und die Konsequenz, mit der die Firma ihre Produkte durchplant und umsetzt, ist ohne Beispiel in der Branche. Konsequent aus Nutzersicht gedacht, konsequentes und puristisches Design, das jeden Preis gewinnen kann, und immer als geschlossenes System gedacht. Das ist schon klasse.
Ich will trotzdem keines
Meine Vorfreude auf Android und die dazu passenden Geräte wird durch Google’s Chrome und die gerechtfertigten Diskussionen darum getrübt, und andere Initiativen sind noch weniger marktreif oder haben ein träges Windows Mobile. Doch halt, neulich durfte ich mal ein HTC Touch Diamond ausprobieren. Das ist schon bei 70%, aha, die Konkurrenz schraubt mächtig in der Garage…
13.September 2008
Nachdem ich die letzten 1 3/4 Jahre CMS-technisch fast ausschliesslich mit Drupal verbracht habe, soll Tommibolg wiederbelebt werden. Ich ich neugierig auf das neue WordPress, und die Welt hat doch noch mehr zu bieten ausser Drupal. Es ist sehr erfrischend, sich in einer anderen Umgebung wiederzufinden. Und mal schauen, wie die WordPress-Comminity so drauf ist.
Dass ich ohne diese kaum weiterkomme, merkte ich gleich am Anfang: Es hat sich ein fieser Bug eingeschliehchen, der mir einen Fatal Error: Out of Memory Fehler beschert, und zwar nur, wenn ich meine Posts verwalten will, und den “Manage” Tabe anklicke. Mal schauen, wie lange es dauert, dies zu lösen. Einstweilen Grüsse an alle WP-User.
17.August 2008
Debakel in der Nachspielzeit
Wer hätte gedacht, dass Fussball und Webdesign so eine amüsante Schnittmenge haben können. Mir hilft es manchmal sehr, nach einem desolaten und erfolglosen Auftritt unseres Teams in der Bundesliga feixend die Sonntagsspiele zu verfolgen und mich zu freuen, dass es anderen noch schlimmer ergeht. Ein anderer Quell der Schadenfreude ist, über den Katastrophencode mancher (nichtsdestotrotz sehr erfolgreicher) Websites zu lästern. Aber beides gleichzeitig… Genau das ist jetzt möglich.
Die Webkrauts nehmen die Webauftritte aller Klubs aus der ersten und zweiten Liga aufs Korn. Nach und nach wird hier genüsslich seziert, was die Webdesigner der jeweiligen Klubs so verbrochen haben. Und wie meine Ankünigung schon vermuten lässt, kann sich die waidwunde Seele an den Verfehlungen anderer laben.
Mein Lieber, da weiss man gar nicht, wo man anfangen soll. Die Autoren beschränken sich nicht ausschliesslich auf die Codebasis, auch Usability (ist das Menü gut zu benutzen u.ä.) kommt zur Sprache. In der ersten Folge bekommen die Seiten von Hertha BSC Berlin, MSV Duisburg und VFB Stuttgart ihr Fett weg. Auf eine Fortsetzung darf man gespannt sein, auch Respekt vor der nicht unaufwändigen Arbeit der Redaktion. Eins ist sicher – auch sie hatten viel zu lachen.
17.August 2008
Das Framework cakePHP bringt Ordnung ins Chaos
Erstmal was persönliches zu cakePHP: do it! use it! share it! YesYesYes! So, jetzt können wir sachlich werden.
Es ist wie eine Erleuchtung: wie nutzen wir die Stärken von PHP und umgehen seine Schwächen? Nach dem Hype um Ruby on Rails sind in letzter Zeit einige Frameworks aus dem Boden geschossen, um die Lücke zu füllen. Ein Framework zielt darauf ab, Standards vorzugeben, damit auch fremder Code durchsichtiger und verständlicher wird. Auf der Website cakephp.org wird alles gut verständlich – und das wird die Designer freuen – optisch ansprechend – präsentiert.
Wer schon mal auch nur etwas mehr als ein Formular in PHP programmiert hat, wird relativ schnell das Konzept verstehen, das dahinter steht: Weg von der individuellen “Freiheit”, seinen Code so unverständlich wie möglich zu gestalten, zu Stringenz und Einfachheit. Dass dabei im Nebeneffekt die Performance mit Sicherheit hoch ist, ist natürlich vor allem für Leute, die mittelgrosse bis grosse Projekte verwirklichen wollen, interessant.
17.August 2008