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Primeval – Rückkehr der Urzeitmonster

British Enternainment ist im 21. Jahrhundert angekommen

Ich _liebe_ Primeval. Die Serie wird von Impossible Pictures für den britischen Fernsehsender ITV1 produziert und ist in England, sowie in Deutschland (ausgestrahlt von Pro 7) ein grosser Hit. Erzählt wird im lockeren Episodenformat, und trotzdem insgesamt und pro Staffel mit einem übergreifenden Handlungsfaden. Das Team aus zumindest hierzulande frischen Schauspieler-Gesichtern schlägt sich mit allerhand Urzeit-Getier herum – und das macht zumindest dem Zuschauer jede Menge Spass.

Das Prinzip der mittlerweile dritten Staffel der Serie ist einfach: die Geschöpfe schlüpfen durch Zeitlöcher, die sogenannten “Anomalien” in unsere Welt. Das perfide: diese Dimensionsrisse können überall auftauchen. Ein paar Unschuldige müssen meistens ihr Leben lassen, und das Format scheut auch nicht davor zurück, daß es Hauptfiguren (welchen, wird nicht verraten) an den Kragen geht.

Insgesamt dominiert jedoch ein leichter und humorvoller Erzählton. Neben den sehr fantasievoll gestalteten prähistorischen Tieren (der Sender hat dafür sogar einen Wettbewerb ausgeschrieben, bei dem der Gewinner tatsächlich in die Serie eingebaut wird) brilliert jede Folge mit prächtigen Schauplätzen. Schon die Eröffnungssequenz zeigt in jeder Folge ein anderes, farbenprächtiges Tableau, das den Schauplatz und Ton der jeweiligen Folge vorstellt.

Weiteres Plus: die Charaktere. Den (wenn auch sehr hübschen) Nerd Connor verbindet eine unerfüllte (oder doch nicht?) Romanze mit der süssen, wenn auch eher als Mauerblümchen dargestellten Abby, die vor ihrem Job in der “Arche” im Zoo als Tierpflegerin arbeitete. Abbys Liebe zu allen Tieren gibt der Hatz auf die ungezogen randalierenden prähistorischen Ausreisser oft eine interessante und ungewohnte Note. Auch der als klassich arroganter Brite dargestellte Sir James Peregrine Lester, der ungeliebterweise die Arche leitet, ist einfach nur grossartig und trägt seinen Teil zum Spannungsfeld bei, das den Cast ausmacht.

Wer King Kong von Peter Jackson mochte, wird Primeval lieben: die Liebe zum Detail ist in jeder Szene sichtbar und mit Ausnahmen sind die “Kreaturen” sehr realistisch und State-of-the-art animiert. Daß kein T-Rex in Persona als Seriendarsteller zu gewinnen war, sollte man vermuten.

Ich fühle mich nach jeder der eine Stunde dauernden Folgen prächtig unterhalten. Ein Beweis, daß reine Unterhaltung durchaus anspruchsvoll sein kann und man eine eigentlich nach einem festen Muster gestrickte Serie auf Dauer spannend und überraschend halten kann. Ein gutes Gegengewicht zu meinem sonstigen Liebling “24″ mit Kiefer Sutherland. Eine hierzulande noch weitgehend unbekannte Serie “The big bang theory” wird in einem folgenden Blogpost zu Ehren kommen.

jetzt kommentieren? 19.May 2009

[rec] – kleiner böser Horrorfilm

Ángela Vidal ist Fernsehreporterin. Auf der Suche nach neuen Formaten hat ihr Sender das Format “Während Sie schlafen” erfunden, das nachts verschiedene Berufsgruppen aufsucht, um diese bei der Arbeit zu begleiten. Diesmal ist die Feuerwehr dran. Als diese zu einem nächtlichen Einsatz gerufen wird, scheint alles zunächst ganz harmlos, bis die anscheinend nur verwirrte alte Frau, die den Einsatz auslöste, einen Polizisten in den Hals beisst…

Wie viele Varianten des Zombiefilmes gab es schon? Noch bei George Romero und Nachahmern waren die Untoten schneckenlangsam und gerade dadurch so bedrohlich: entkommen konnte man Ihnen trotzdem nicht. Seit “28 Days Later” hat sich das geändert: die unfreundlichen Wesen sind neuerdings rasend schnell und toben wild. Mit einer solchen Art haben wir es auch in [rec] zu tun. Dem Genre neues Leben einzuhauchen ist angesichts der Fülle von oft ideenlosen Adaptionen kein leichtes Unterfangen, und dem kurzen, knackigen Film gelingt dies hervorragend.

Mit einfachsten Mitteln ist der Film effektvoll in Szene gesetzt, da er seine Beschränkungen als Stärke ausspielt. Die Kamera ist nach “Blair Witch” Manier eine unruhige Handkamera und sorgt für den pseudokumentarischen Stil. Dieser hat schon bei Cloverfield hervorragend funktioniert. Und auch hier wirkt die Szenerie umso bedrohlicher, als alles sehr real wirkt, man ist mitten drin, und immer mehr mit auf der Flucht.

Fast nie wird Musik eingesetzt – das würde die oben beschriebene Illusion auch zerstören. Wir begleiten die Reporterin und ihren Kameramann, die, zunächst in der Beobachterposition, immer mehr in das Geschehen hineingezogen werden. Zwischendrin wird wieder auf todlangweilige Dokumentation heruntergebremst, um dann umso heftiger loszulegen. Plötzlich befinden wir uns im Dunklen, und man kann die Bedrohung nicht sehen. (Wenn auch diese Idee aus “Das Schweigen der Lämmer” stammt). Die Spezialeffekte dürfen ruhig schlecht sein, das stört überhaupt nicht.

Wie fühlt es sich an, wenn die ganz normal langweiligen Mietshausnachbarn nach und nach zu reissenden Monstern mutieren? (Wir hatten es schon immer geahnt, was in denen steckt ;)   ) Wohl ganz genau so.

jetzt kommentieren? 07.December 2008

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Begegnungen mit dem CMS Joomla

Der aufstrebende Webdesigner, so er nicht mehr in der Flash-Richtung unterwegs ist, hört irgendwann das Zauberwort: CMS, sprich Content-Management-System. Das kann man kaum aussprechen und es klingt irgendwie ehrfurchtgebietend. So flößte es auch mir solchen Respekt ein, dass ich mich nur auf theoretischer Basis herantraute. Ich versuchte auf einem abstrakten Level Typo3 zu verstehen. Kleiner hatte ichs grad nicht. Aber Typo3 ist immerhin das Synonym für ein freies CMS, das alles kann.

Mangels eines Auftrages, um in die Praxis zu gehen, gab ich die Pläne wieder auf. Nach durchaus positiven Erfahrungen mit Wordpress (hey, auch ein Blog ist genaugenommen ein CMS) kam wieder Mut auf. Nun sollte es also etwas in der Mitte sein. Also Joomla

jetzt kommentieren? 17.August 2008


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