Dick und Jane – Filmtip

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Dick (Jim Carrey) und Jane (Leoni Harper) haben ein Problem. Gestern noch waren sie solide und mit Perspektive beschäftigt und wohnten in einem teuren Haus in einer teuren Gegend. Doch heute schon gerät diese heile Welt erheblich aus den Fugen. Während Jane ihren grässlichen Job mit einem Lachen im Gesicht kündigt, wird Dick von seinem Boss übel mitgespielt. Er freut sich über die Beförderung zum PR-Chef, doch allzu schnell muss er feststellen, dass in seiner Firma etwas faul ist…

Ehe sie sichs versehen, sind beide ohne Job, und ein neuer ist nicht in Sicht. Spätestens als der Strom abgestellt wird, begreifen Dick und Jane den Ernst der Lage. Nachdem verschiedene Versuche, die Kurve zu kriegen, in aberwitzigen Desastern enden, drehen sie den Spiess um und werden ehrliche Kriminelle.

Der Film legt nochmal einen Zahn zu, und Jim Carrey und Leoni Harper erweisen sich als tolle Besetzung. Harper wird keinesfalls vom Comedy-Star an die Wand gespielt, sondert ist als Filmcharakter meist die ausgebufftere von beiden. In rasanter Bonnie-und-Clyde-Manier werden die beiden vorübergehend zu recht erfolgreichen Gangstern; noch lustiger ist allerdings, welch ein Versager Jim Carrey zunächst als Räuber ist.

Im Stile älterer Hollywood-Komödien ziehen sich die Darsteller hier selber durch den Kakao und schrecken auch vor plakativer Hässlichkeit nicht zurück. Schade ist, dass der Duktus etwas hektisch gerät, und dem Zuschauer kaum Zeit gelassen wird, Sympathie für die Helden zu entwickeln. Eine Beruhigung hier und da und eine feinere Charakterzeichnung hätte dem Film gutgetan. Dafür ist das Gagfeuerwerk aber erste Sahne, bei unserer Vorstellung im Kino wurde allenthalben laut und herzlich gewiehert, das Publikum war dabei.

Wer Jim Carrey mag und auf High-Speed Komödien steht, wird prächtig unterhalten.