Mühsam nährt sich… – Hannover 96

Die Landeshauptstadtskicker auf dem mühsamen Weg nach oben

Tja.
Das ist schon fast alles, was einem dieser Tage zu den Roten einfällt (Stand 08.02.06). Es läuft einfach nicht rund. Dabei haben wir alles versucht. Stürmerkauf. Trainerwechsel. Systemwechsel. Wechsel der Führungsetage.
Und immer suchen wir nach Gründen. Dabei fallen einem immer exotischere Herleitungen ein. Eine (allerdings wohl nur für mich persönlich) gar nicht mal so weit hergeholte ist, dass die Sterne ungünstig stehen. Jawoll, ich oute mich als Astrologieanhänger. Ein Mannschafts-Horoskop in einer grossen Sportzeitung prognostizierte 96 Ladehemmung im Sturm bis weit in die Rückrunde hinein. Für nüchternere Geister kann mans so ausdrücken: unsere Zeit ist noch nicht gekommen.

Wenn man sich die Spiele anguckt, drängt sich natürlich auf: die spielerische Linie fehlt. Irgendwie scheinen sich die Akteure nicht richtig zu verstehen, allen voran Vahid Hashemian und Thomas Brdaric. Pässe kommen nicht an, Laufwege enden im Nichts. Aber an den beiden wird es nur exemplarisch sichtbar. Sicherlich: der spielerische Integrationsfaktor Krupnikovic fehlt ersatzlos. Offensives Mittelfeld und geordneter und trotzdem schneller Spielaufbau findet nicht statt. Das ist sicherlich der konkreteste Ansatzpunkt. Aber auch hier beisst sich die Katze wieder in den Schwanz: Spielaufbau kommt ja durch das Zusammenspiel aller Akteure zustande und man kann ihn nicht von einer Person erwarten. Das hat man ja gesehen, wenn Krupi einen schlechten Tag hatte. Also sind wir wieder am Anfangspunkt. Statt des Ganzen sehen wir nur die Summe der Teile. Aber warum?

Wie wäre es damit: manche Sachen sind unerklärlich, und selbst mit Erklärungen ist noch nichts gewonnen. Auch wenn mein Kollege Sören um solche nicht verlegen ist. Man kann nur weiterhin alles versuchen und die Hoffnung nicht aufgeben, irgendwann kommt die Zeit.